| TOPTHEMA MESTINON | Allgemeine Information: |
Immer mehr ALS Betroffene berichten über positive Erfahrungen mit diesem Mittel. In der Darreichungsform von 60 mg scheint eine Verbesserung der Beweglichkeit über einen Zeitraum von bis zu 6 Std. aufzutreten. Es gibt aber noch keine gesicherten Erkenntnisse, also sollte man mit der nötigen Vorsicht an eine Medikation herangehen. Vorab erstmal ein persönlicher Erfahrungsbericht einer ALS Betroffenen: Der Einwand, den viele bringen: Mestinon wäre nicht für ALS
"konzipiert" und entwickelt, ist zwar richtig, aber kein Medikament
hat nur 1 Indikation. Die folgende "Gebrauchsanweisung" ist für Myastheniker- ALS Betroffene sollten eine wesentlich geringere Dosierung wählen- natürlich am besten nach Einschätzung des Arztes bzw. Neurologen. Mestinon gibt es als Tabletten zu 10 mg und als Dragees zu 60 mg. Kalymin
(ähnlich Mestinon) gibt es als Tablette zu 60 mg. Diesen Tabletten/Dragees
ist gemeinsam, das die Wirkung nach ca. 15 bis 30 Minuten beginnt und
etwa 3-4 Stunden anhält. Der Wirkungseintritt ist jedoch indivuell
recht unterschiedlich und kann zudem je nach Situation auch variieren.
Werden die Tabletten auf vollen Magen genommen (also nach einer kompletten
Mahlzeit), setzt die Wirkung oft erst später ein. Bei den Dragees
kann es bis zum Wirkungseintritt ein bißchen länger dauern
als bei den Tabletten (der Zuckermantel muß im Magen erst aufgelöst
werden). Und eine deutliche Unterdosierung vor der Einnahme der Tabletten
lässt die Wirkung ebenfalls später spürbar werden.
Persönlicher Erfahrungsbericht von Georg: Meine Erfahrung mit Mestinon 60 Leider stehen die meisten Neurologen dem Medikament Mestinon bei ALS „noch“ nicht positiv gegenüber. Vielleicht aber liegt es nur daran, weil auf der Verpackung nicht - „auch gegen ALS“ steht, oder an mangelnden Erfahrungen. Fehlenden Rückmeldungen von / durch Patienten tragen sicherlich zu diesem Manko bei. Mein Hausarzt verordnet mir seit rund 12 Monaten Mestinon 60 mit der Begründung „Wer heilt hat Recht“. Mittlerweile hat sich bei mir die Einnahme auf täglich 3 Tabletten im Abstand von ca. 4-5 Stunden eingespielt. Es sind während der ganzen Zeit keine Nebenwirkungen auffällig gewesen. Die parallele Einnahme mit anderen, für die ALS oder deren Begleitsymptome vorgesehenen, Medikamente wie Rilutek und Lioresal gegen die Spastik waren ohne konträre Auswirkungen. Allerdings hat sich bei mir als positiver auf die Wirkung, eine zeitliche Verschiebung von ca. 30 Min. zwischen der Einnahme von Lioresal und Mestinon herausgestellt. Die Reihenfolge der Einnahme war dabei unerheblich. Durch Mestinon verspüre über den ganzen Tag überwiegend ein „stark sein Gefühl“ und die Bewegungen in meinen Möglichkeiten fallen leichter. Die Standsicherheit ist deutlich verbessert. Dies empfinde ich beim Umsetzen von einer Sitzgelegenheit auf eine Andere. Die Funktion der Arme und Hände ist besser. Merke das bei der Bedienung des PC und Führung der Maus Ebenso fällt auch das Sprechen und die Nahrungsaufnahme ist leichter. Dass ich mich in meinen Feststellungen nicht durch Wunschvorstellungen beeinflussen lasse, möchte ich an Hand folgender Auffälligkeit belegen. Wenn es sehr spät zur Nachtruhe geht und die Wirkung von Mestinon nicht mehr gegeben ist, wird die Umsetzung ins Bett jedes Mal zu einem Horrorerlebnis. Es ist dann kaum möglich einen seitwärts Schritt von 3- 5 cm zu machen. Möchte auf den positiven Kick durch Mestinon 60 nicht mehr verzichten. Soviel zu meinen Erfahrungen. Georg - Siehe auch INTERAKTIV Ausführlichere Informationen zu Mestinon= Pyridostigminbromid und dessen Anwendung: http://home.arcor.de/t.matze/notizen/als.htm http://www.polio.sh/index.php?news=99&menue=36 www.vbs-ddps.ch >>>Folie 25 Wer selbst Erfahrungen damit gemacht hat oder zusätzliche Informationen bereitstellen kann Diese Berichte sind aus mehreren Quellen zusammengesetzt. Wenn ich dabei
ein Copyright verletzt habe, bitte ich mich per email daraufhinzuweisen.
zurück zu ALSLIFELINE |